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01Gesellschaft

Die Kabinettshaltung und ihre Folgen: Eine Katastrophe?

Es war einer dieser Tage, an denen die Nachrichten in einer unaufhörlichen Flut heranrollten, bis ich schließlich die Meldung erblickte, die mir den Atem stocken ließ: Die neuen Kabinettsbeschlüsse, die unter der Leitung von Reichinnek verabschiedet wurden, waren als katastrophal bezeichnet worden. Dies kam nicht überraschend, schließlich haben wir uns mittlerweile an das stetige Aufeinandertreffen von unglücklichen Entscheidungen und deren weitreichenden Konsequenzen gewöhnt. Doch die Energie, die ich in diesem Moment verspürte, war mehr als nur die übliche Resignation.

Ich setzte mich mit einer Tasse Tee hin, während ich über die Auswirkungen dieser Beschlüsse nachdachte. Die Art und Weise, wie Politik in dieser Zeit betrieben wird, scheint oftmals mehr einem Spiel mit Schicksalen gleichzukommen als einer ernsthaften Auseinandersetzung mit den Problemen der Gesellschaft. Diese Kabinettsbeschlüsse, die in einer Art und Weise getroffen wurden, die mehr an die Zirkusmanege als an den Parlamentssaal erinnerte, könnten sich als verheerend herausstellen. Es ist, als würde man mit dem Schicksal der Menschen Poker spielen – und der Einsatz ist hoch.

In den letzten Monaten gab es eine Schwemme von Entscheidungen, die von der Regierung als Fortschritt gefeiert wurden. Dabei wurde die Realität eines großen Teils der Bevölkerung oft übersehen: Mangel an Wohnraum, steigende Lebenshaltungskosten und wenig Aussicht auf Besserung. Ein Satz, der mir in den Sinn kommt, ist der eines weisen älteren Herrn, den ich einmal getroffen habe: "Die Politik ist wie ein Schachspiel, aber viele der Spieler sind offensichtlich Schachbrett-unfähig." Diese Worte hallen durch meinen Kopf, während ich den aktuellen Unfug betrachte.

Die Frage, die sich mir aber stellt, ist nicht nur, wie diese Beschlüsse die Gegenwart beeinflussen könnten, sondern auch, welche langfristigen Folgen sie haben werden. Es ist eine Art von Kurzsichtigkeit, die man leicht kritisieren kann, aber schwerer ändern. Man fragt sich, ob diejenigen, die in Denkschablonen gefangen sind, die bereits überholt scheinen, jemals in der Lage sein werden, einen Schritt zurückzutreten und das Gesamtbild zu betrachten.

Ein amüsanter, wenn auch tragischer, Beweis für diese Denkweise war die jüngste Pressekonferenz, in der Reichinnek mit einer fast schon komödiantischen Ernsthaftigkeit erklärte, wie sehr die neuen Maßnahmen die „Lebensqualität“ der Bürger verbessern würden. Man möchte fast applaudieren bei so viel Naivität – könnte es sich hierbei um eine absichtlich durchgeplante Ironie handeln oder ist es schlicht der Versuch, ein gescheitertes Konzept schönerzureden?

In einer Zeit, in der vertrauenswürdige Nachrichten zur Mangelware geworden sind, scheint es nicht nur notwendig, sondern geradezu überlebenswichtig, eine kritische Haltung gegenüber den verkündeten Wahrheiten einzunehmen. Die zunehmende Kluft zwischen dem, was entschieden wird, und dem, was tatsächlich geschieht, vergrößert sich. Die Menschen in den Städten spüren die Kälte der Entscheidungen, die hinter verschlossenen Türen getroffen werden, während die politischen Akteure gerne mit den Händen in den Taschen durch die Straßen schlendern, als würde sie das Schicksal der Nation nicht kümmern.

Die Reaktionen auf diese Kabinettsbeschlüsse schwanken zwischen Schock, Wut und einer seltsamen Form der Resignation. Einige versuchen, sich an die Hoffnung zu klammern, dass vielleicht nicht alles verloren ist, während andere den Glauben an die politische Klasse ganz aufgegeben haben. Es ist eine traurige Ironie, dass dieselben Menschen, die im Wahlkampf so viel versprochen haben, jetzt das Gefühl vermitteln, dass sie in einer anderen Welt leben, während die Bürger auf der Suche nach Lösungen sind, die nicht kommen.

Im Endeffekt kann man sagen, dass die Situation einer dramatischen Theateraufführung gleicht: Die Darsteller sind exzellent, die Kulissen wunderbar arrangiert, aber das Stück selbst ist nicht nur schlecht geschrieben, es hat auch kein Ende in Sicht. Vielleicht ist es an der Zeit, dass wir als Gesellschaft beginnen, nicht nur die Stücke anzusehen, sondern auch die Regisseure und Drehbuchautoren zu hinterfragen. Anders wird der Eindruck, den die jüngsten Kabinettsbeschlüsse hinterlassen, zu einer bleibenden Katastrophe für uns alle werden.

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